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1984 Streit zwischen Jakob und Laban

Es steht in der Tora geschrieben, dass bei einem Streit mit Jakob Laban zu ihm sagte: "Deine Töchter sind meine, dein Vieh ist mein, und alles was du hast, gehört mir!" Im Streit von Jakob mit Esau, sagte Esau: "Ich habe viel von allem, lass deins dein sein."

Wie Esau, so ist auch Laban Klipa, die unreine Kraft, oder die noch unkorrigierten Wünsche und die unkorrigierte Gedanken des Menschen, denn die Gedanken  erscheinen in einem Menschen nur in dem Grad, in welchem sie dem Verlangen, das Gewünschte zu erreichen, helfen können.

Und diese Gedanken und Wünsche terrorisieren den Menschen die ganze Zeit , der spirituell wachsen möchte. Sie werden speziell von dem Schöpfer selbst herabgesandt, damit der Mensch mit diesen Wünschen und Gedanken wie mit seinen eigenen kämpfen muss. Als Ergenis dieses Krieges erkennt der Mensch, dass er selbst keine Kräfte hat, sie zu überwältigen, und die einzige Lösung ist, den Schöpfer um die Hilfe zu bitten.

Dadurch erreicht der Schöpfer sein Ziel: dass der Mensch beginnt, ihn zu brauchen. Und dann, kann Er dem Menschen seinen egoistischen Wünschen altruistische Absichten hinzugeben, also hilft diese zu korrigieren, und in den schon korrigierten Wünsche kann Er dann den Genuss empfangen.

Der Mensch selbst ist ein neutrales Wesen, das nur das spürt, was in ihm von oben eingepflanzt wird, wobei der Mensch es selbst nicht spürt, dass jemand alle seine Wünsche, Gedanken und Streben in ihn einpflanzt Ganz im Gegenteil, es scheint ihm, dass er selbst das alles will, denkt oder anstrebt. Und das ist deshalb so, weil er die Quelle von Allem, das geschieht, den Schöpfer, nicht spürt. .

Ein Anfänger in der Kabbala, so wie auch ein gewöhnlicher Mensch, spürt den Schöpfer noch nicht. Deshalb nimmt er alle Hindernisse, Störungen und Gedanken, z.B. dass man Kabbala gar nicht braucht usw. als seine eigenen, an und weiss nicht, dass sie vom Schöpfer gesandt werden.

Wenn Störungen vom Typ Laban auftreten, sagen sie, diese Gedanken, dem Menschen, dass er sowieso keine spirituelle Handlungen vollbringen kann, und nur Einzelne das Spirituelle erreichen können, dass er schwächer als der andere sei, und weder die Familie noch seine Umgebung und seine Arbeit ihm erlauben werden, das Spirituelle zu erreichen, denn er muss jetzt seine Familie ernähren, und so wird er die ganze Zeit von diesen Gedanken bombadiert.  Auf diese Weise hält ihn die Klipa fest und lässt ihn nicht das Notwendige machen.

Der Mensch ist dabei verpflichtet, seinem Körper und Gedanken zu antworten, dass alle Argumente gegen die spirituellen Arbeit richtig sind , dass der Körper,  seine Verwandte und die ganze Welt vollkommen recht haben, und es macht keinen Sinn Kabbala zu studieren. So scheint es tatsächlich in der egoistischen  Vernuft des Menschen, und mehr kann er nicht erkennen, da er keine spirituelle Eigenschaften hat. Diese Klipa wird "Nichtigkeit" genannt, nach den Gedanken, die sie erzeugt.

Aber antwortet der Mensch auf die Argumente seines Körpers,   ist aber der Meinung, dass der Schöpfer ihm absichtlich all diese Gedanken zuschickt, gerade dann muss er sich gegen diesen Gedanken wehren, um  somit zu einem spirituellen Auftieg zu kommen. Außerdem muss er erreichen, dass er alles um des Schöpfers willen tut, und welchen Unterschied macht es, ob seine Anstrengungen ein Ergebnis erzielen werden und welches. Ihn interresiert nur die Handlung um des Schöpfers willen selbst.

Aber wenn der Mensch, nachdem er all diese Störungen vom Typ Laban überwältigt hat, , Kabbala lernt , er an die  Spiritualität denkt, sich anstrengt  um zum Unterricht pünktlich zu erscheinen usw., dann kommen eine andere Klipa, Störungen Typ Esaus auf ihn zu. Er bekommt Gedanken wie: "Was bin ich doch für ein besonderer begabter Mensch, viel beser als die anderen, die im Vergleich zu mir ganz nichtig sind, sogar diejenigen, die mit mir studieren. Sie haben nicht solche Willenskraft wie ich und sind es nicht wert, dass ich sie näher an den Schöpfer bringe ". Dieses Klipa heißt Stolz entsprechend der Gedanken, die sie erzeugt.

Aber wenn der Mensch antwortet, dass er absolut nicht besser als der andere ist, und das, was er bis jetzt gemacht hat, aus Eigenliebe tat, so ist er eigentlich sogar schlechter als die anderen, die nicht wissen, ob sie für sich handeln oder nicht.

Die richtige Lösung für den Menschen, egal um welche Art der Störungen es sich handelt, ist, dass er die Notwendigkeit der Hilfe des Schöpfers für sich entdeckt. So ist der Mensch auf jeder Stufe der spirituellen Leiter, d. h. in jedem seiner Zustände, verpflichtet, all seine Gedanken zu kontrollieren und zu prüfen ob seine jetzige Gedanken und Handlungen nicht von einer Klipa diktiert sind.

Generell können eine Absicht oder Gedanken und Handlungen um des Schöpfers willen nur in dem Maß anwesend sein, in welchem der Mensch den Schöpfer in seinen Augen groß macht. Und dafür muss der Mensch den Schöpfer spüren. Deshalb müssen alle seine Handlungen nur darauf ausgerichtet sein, dass er die Größe des Schöpfers spürt. Und dann beginnt er in diesem Maß seine Absichten zu ändern und die spirituelle Welt zu betreten.

Aber das Problem liegt daran, dass alles, was der Mensch tun kann, ist, sich Mühe zu geben,  um die Größe des Schöpfers in seinen Augen zu erhöhen. Da er, sobald er sich in einem spirituellen Aufstieg fühlt, er versteht, dass es sich wirklich lohnt sich mit der Spiritualität zu beschäftigen, denn er spürt die Wichtigkeit des Spirituellen im Vergleich zum Materiellen.

Deshalb messen wir die Auf- und Abstiege auf der spirituellen Leiter nicht in unseren Gefühlen, sondern im Maß der Wichtigkeit der Spiritualität, d.h. des Verlangens zu geben, in Augen des Menschen,  und die Analyse, ob die Wünsche des Menschen zu materiellen oder zu spirituellen gehören, d.h. ob er um des Gebens willen oder aus Eigenliebe handelt, liegt darin, ob der Mensch an der Handlung selbst oder am Ergebnis interessiert ist. Denn wenn der Mensch spirituell handelt,interessiert er sich nicht für das Ergebnis, sondern nur für die Handlung selbst. So kann ihm die Klipa nicht einreden, sich eine bessere Beschäftigung zu finden. Denn in der spirituellen Arbeit kümmert sich der Mensch nur  darum, wie er sich selbst nützlich machen kann, und nicht darum, was er dabei gewinnt. Und da er keine Verbindung zu sich hat, trifft er auch auf keine Störungen in seiner Arbeit.
 

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